Pumpenlogik: Ausgänge schalten Ausgänge
Damit Pumpen und Wärmeerzeuger nicht laufen, während alle Heizkreise geschlossen sind.
In einem Heizsystem gibt es Verbraucher (Fußbodenheizungen, Heizkörper) und Produzenten (Heizkessel, Wärmepumpe). Üblicherweise wissen beide Seiten nur indirekt voneinander – der Heizkessel springt regelmäßig an, auch wenn alle Heizkörper abgedreht sind. Die Pumpenlogik geht genau dieses Informationsproblem an.
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Zur Übersicht: Zentrale HeizungsregelungEin Ausgang darf von anderen Ausgängen abhängen.
In der Controme-Architektur schalten Sensoren Ausgänge an einem oder mehreren Gateways – damit lassen sich zum Beispiel die Stellantriebe im Heizkreisverteiler öffnen und schließen. Der Zustand eines Ausgangs muss aber nicht nur von Sensoren abhängen können. Genau dafür gibt es die Pumpenlogik.
Maßgebliche Ausgänge bündeln
Sie wählen die maßgeblichen Ausgänge aus – auch über mehrere Geräte hinweg. Diese Auswahl wird zusammengefasst und gebündelt weitergegeben.
Zu schaltende Ausgänge folgen
Stehen alle maßgeblichen Ausgänge auf aus, gehen auch alle zu schaltenden Ausgänge auf aus. Sobald ein einziger maßgeblicher Ausgang auf ein steht, gehen sie auf ein.
Kaskadierbar über mehrere Stufen
Ein maßgeblicher Ausgang kann selbst wieder eine Pumpenlogik sein. Einzige Einschränkung: Eine Pumpenlogik darf sich nicht selbst enthalten – auch nicht indirekt über eine weitere Pumpenlogik.
Wärmepumpe und Etagenpumpen in einer Kette
Nehmen wir eine Installation mit einer zentralen Wärmepumpe und je einer Umwälzpumpe pro Etage. Mit der Pumpenlogik lässt sich die Umwälzpumpe einer Etage abschalten, sobald kein daran angeschlossener Heizkreis mehr geöffnet ist.
Und sobald wiederum alle Umwälzpumpen abgeschaltet sind, kann auch die Wärmepumpe selbst ausgeschaltet werden – die zweite Stufe der Kette.
Mehr zur Wärmeerzeuger-RegelungDer Kern
Verbraucher und Produzenten wissen wieder voneinander – statt dass der Wärmeerzeuger blind gegen ein geschlossenes System anläuft.
Die Pumpenlogik heißt heute „Raumanforderung“.
Das Modul trägt in Smart-Heat-OS inzwischen den Namen Raumanforderung – die Aufgabe ist dieselbe geblieben, der Name benennt sie nur direkter.
Brücke zur Einzelraumregelung
Die Raumanforderung verbindet die Einzelraumregelung mit der zentralen Heizungssteuerung. Das System überwacht, ob die jeweilige Zieltemperatur in den ausgewählten Räumen erreicht ist.
Kontakt am Gateway oder Funk-Relais
Geschaltet wird ein zusätzlicher Kontakt am Gateway oder ein Funk-Relais. Dieser Kontakt wird an den Führungsraum-Eingang der zentralen Heizungssteuerung angeschlossen.
Wärmeerzeuger nur bei echtem Bedarf
Der Wärmeerzeuger wird nur freigegeben, wenn mindestens einer der ausgewählten Räume Wärmebedarf hat. Haben alle Räume ihre Zieltemperatur erreicht, wird er gesperrt.
Definierter Zustand im Fehlerfall
Für den Fall, dass etwas ausfällt – zum Beispiel, wenn ein Gateway keine Verbindung mehr zum Internet hat – oder wenn das Modul deaktiviert wird, legen Sie über den Standardwert fest, auf welchen Zustand die zu schaltenden Ausgänge dann gestellt werden.
Alles greift ineinander
Jede Regelung ist Teil eines Gesamtsystems: Die zentrale Heizungsregelung kennt die Räume, das Wetter und die Nutzungszeiten — und stimmt alle Komponenten aufeinander ab.
Komponenten im Heizraum
Intelligente Module
Häufige Fragen
Heißt das Modul jetzt Pumpenlogik oder Raumanforderung?
Beides meint dasselbe Modul. Eingeführt wurde es als „Pumpenlogik“; in Smart-Heat-OS heißt es heute Raumanforderung. Ältere Unterlagen und Links, die noch von Pumpenlogik sprechen, bleiben inhaltlich gültig.
Wann schaltet die Logik ein und wann aus?
Stehen alle maßgeblichen Ausgänge auf 0 / aus, werden auch alle zu schaltenden Ausgänge auf 0 / aus gestellt. Sobald ein einziger maßgeblicher Ausgang auf 1 / ein steht, gehen alle zu schaltenden Ausgänge auf 1 / ein.
Kann ich mehrere Logiken hintereinander schalten?
Ja. Ein maßgeblicher Ausgang kann selbst wieder eine Pumpenlogik sein – so entsteht zum Beispiel die Kette von den Etagen-Umwälzpumpen zur zentralen Wärmepumpe. Die einzige Einschränkung: Eine Pumpenlogik darf sich nicht selbst enthalten, auch nicht indirekt über eine weitere Pumpenlogik.
Was passiert, wenn ein Gateway offline geht?
Dafür gibt es den Standardwert im Fehlerfall. Er definiert, auf welchen Zustand die zu schaltenden Ausgänge gestellt werden, wenn ein Fehlerfall eintritt – etwa wenn ein Gateway keine Verbindung mehr zum Internet hat – oder wenn das Modul Raumanforderung deaktiviert wird.
Wie hängt das mit der Heizungspumpen-Regelung zusammen?
Die Raumanforderung ist die Grundlage dafür: Sie liefert die Freigabe aus dem echten Wärmebedarf der Räume. Wie Controme daraus die Ansteuerung von Heizungs- und Umwälzpumpen macht – inklusive Spreizungs-Auswertung und drehzahlgesteuerter Pumpen – steht ausführlich auf der Seite Heizungspumpe und Umwälzpumpe intelligent steuern.
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