Smart-Home Heizungssteuerung mit KNX
Controme Smart-Heat können Sie an KNX anbinden.
Am KNX-Bus ist Controme ein vollwertiger Teilnehmer in beide Richtungen: Das System liest Werte von KNX-Geräten ein – und schreibt selbst auf den Bus, um KNX-Geräte anzusteuern.
Tipp: Projektanfragen erhalten die kostenlose Experten-Planung samt exklusivem Projektrabatt.
Controme am KNX-Bus: kein Zaungast, sondern Teilnehmer.
Einlesen
Temperaturen, Luftfeuchtigkeit, Prozentwerte und logische Zustände (Ein/Aus) von beliebigen KNX-Geräten.
Ausgeben und Schalten
Solltemperaturen an KNX-Raumthermostate – und darüber hinaus echte Schaltbefehle (Ein/Aus) und Stellwerte (0–100 %) an KNX-Aktoren. Jeder KNX-Aktor lässt sich als System-Aktor bereitstellen und erscheint dann in der Ausgänge-Einrichtung neben den Gateway- und Funk-Ausgängen.
Systemweit nutzbar
Eingelesene Temperaturwerte lassen sich als System-Sensor bereitstellen und dann wie ein Controme-Sensor einem Raum, Heizkreis oder dem Heizraum-Gateway zuordnen.
Der Funktionsumfang ist bewusst auf das Umfeld der Heizungssteuerung zugeschnitten – also auf die Werte und Geräte, die für Heizen, Kühlen und Warmwasser eine Rolle spielen. Unser Ziel ist es, Smart-Heat-OS darüber hinaus zu einer vollständigen KNX-Visualisierung auszubauen.
Was Sie dafür brauchen
1. Die Hardware: KNX IP Gateway
Das Gateway stellt die physische Verbindung zwischen Ihrem KNX-Bus und dem Controme Mini-Server her.
KNX IP Gateway im Shop2. Die Software-Freischaltung
Die KNX-Anbindung ist Teil von Smart-Home-Connect. Sie haben zwei Möglichkeiten und brauchen nur eine davon:
- Smart-Heat-OS Services-Paket: Smart-Home-Connect ist bereits enthalten – Sie müssen nichts zusätzlich kaufen. Im Paket sind außerdem die Fußbodenheizungs-KI, Smart Timing, Wetter-PRO und die E‑Mail-Benachrichtigungen enthalten.
- Smart-Home-Connect als Einmalkauf: für alle, die die Smart-Home-Anbindung dauerhaft ohne Abo nutzen möchten. Einmal erworben, läuft sie unbegrenzt weiter.
3. Mini-Server 5 mit Smart-Heat Nova
Haben Sie auf einem älteren Mini-Server bereits Sensor‑, KNX- oder API-Lizenzen erworben, erhalten Sie Smart-Home-Connect beim Umstieg auf den Mini-Server 5 ohne Aufpreis – sprechen Sie uns einfach an. Bestehende Geräte mit früher gekauften Lizenzen laufen unverändert weiter.
Ein Kontingent für alle Protokolle
Beide Wege schalten dasselbe frei: alle Protokolle (KNX, Home Assistant, Loxone, Homey, REST/HTTP, Modbus) mit einem gemeinsamen Kontingent von 50 Entitäten – lesen und schreiben, ohne Kosten je Sensor. 50 Entitäten reichen für jedes Einfamilienhaus, auch in großer Ausbaustufe. Benötigen Sie mehr, schaltet jeder weitere Kauf von Smart-Home-Connect zusätzliche 50 Entitäten frei; für größere Objekte sprechen Sie uns an.
Sensor oder Aktor – zwei Typen, mehr braucht es nicht.
Jeder KNX-Wert wird in Controme als Datenpunkt angelegt. Die Eingabemaske unterscheidet dabei grundsätzlich zwei Typen.
Sensor – Werte vom Bus lesen
Übernahme z. B. von Raumtemperatur oder Luftfeuchtigkeit von KNX-Messsensoren. Sie tragen die Gruppenadresse ein, vergeben einen beschreibenden Namen und wählen den Datenpunkttyp.
Prozentwerte lassen sich als Luftfeuchtigkeit kennzeichnen und einem Raum zuordnen; Temperaturwerte ebenfalls – inklusive eines Korrekturoffsets für den Messwert. Mit der Option „Als System-Sensor bereitstellen“ wird der KNX-Wert zu einem vollwertigen Sensor des Systems und steht überall dort zur Auswahl, wo Sie sonst einen Controme-Sensor wählen: als Raumfühler, Heizkreis-Rücklaufsensor oder Fühler am Heizraum-Gateway.
Aktor – Sollwerte senden und empfangen
Ausgabe z. B. von aktuellen Raumtemperatur-Sollwerten an KNX-Raumcontroller – und Übernahme von extern gesetzten Sollwerten. Dafür lassen sich bis zu zwei Gruppenadressen eintragen: eine Sende-Adresse und optional eine Empfangs-Adresse. Bleibt die Empfangs-Adresse leer, empfängt Controme automatisch über die Sende-Adresse.
Mehrere Empfangs- bzw. Status-Gruppenadressen sind kommagetrennt möglich – etwa wenn ein Aktor seinen Zustand auf einer eigenen Status-Adresse zurückmeldet. Meldet der Bus einen Wert zurück, den Controme kurz zuvor selbst gesendet hat, wird dieses Echo automatisch verworfen.
1 Bit – Schalten
Für digitale Ein/Aus-Signale, z. B. einen Betriebsstatus.
1 Byte – Prozent
Für Prozentwerte, z. B. die aktuelle Luftfeuchtigkeit oder eine Geräteleistung.
2 Byte – Temperatur
Für Ist-Temperaturen von KNX-Raumsensoren und für Solltemperatur-Werte.
Hinweis zum Begriffsverständnis
In Controme werden Aktor-Datenpunkte für Senden und Empfangen von Sollwerten genutzt. Das weicht vom klassischen KNX-Verständnis ab, in dem ein Aktor nur ausgibt.
KNX-Aktoren als Anlagen-Ausgänge nutzen
Über die Sollwertvorgabe an Raumthermostate hinaus lässt sich jeder KNX-Aktor wie ein regulärer Controme-Ausgang verwenden – Controme schaltet dann echte KNX-Geräte.
DPT 1.001 → echter Schaltbefehl
EIN/AUS, z. B. für eine Pumpe oder ein Ventil.
DPT 5.001 → Stellwert 0–100 %
Z. B. für einen stetigen Antrieb oder eine Leistungsvorgabe.
So gehen Sie vor
- 1. Aktivieren Sie im Datenpunkt die Checkbox „Als System-Aktor bereitstellen“. Erst dann erscheint die Gruppenadresse in der Ausgänge-Einrichtung – neben den Gateway- und Funk-Ausgängen.
- 2. Öffnen Sie die Ausgänge-Einrichtung und weisen Sie dem Ausgang eine Funktion zu.
Als Quelle für den Ausgangswert stehen unter anderem zur Verfügung: die frei programmierbare Steuerung (FPS), die Differenzregelung, die Nullregelung, der Gatewaymonitor sowie ein fester Direktwert. Da die FPS umgekehrt auch KNX-Sensoren und die Rückmeldungen von KNX-Aktoren als Eingänge lesen kann, lässt sich beliebige Logik von „KNX rein“ zu „KNX raus“ abbilden.
Was KNX-Ausgänge heute nicht können
Ist ein Aktor über die Raumzuordnung an einen Raum gebunden, sendet Controme die Solltemperatur dieses Raumes – das ist der Anwendungsfall „KNX-Raumthermostat“. Für echtes Schalten und Stellen verwenden Sie den Weg über eine Ausgangsfunktion. Für Vorlauftemperaturregelungen bzw. Mischer stehen KNX-Ausgänge derzeit nicht zur Verfügung.
KNX-Raumthermostat: beide Seiten zeigen denselben Sollwert.
Ein Sensor-Datenpunkt liest die Ist-Temperatur des Thermostats, ein Aktor-Datenpunkt führt den Sollwert bidirektional. Danach ist es egal, wo eingestellt wird – am Gerät oder in der Controme-App.
Szenario 1: Änderung am KNX-Thermostat
Eingabe am Gerät: Ein Benutzer stellt am KNX-Raumthermostat 22 °C ein.
Senden auf dem KNX-Bus: Das Thermostat sendet 22 °C auf seiner Sollwert-Sende-Gruppenadresse.
Verarbeitung in Controme: Controme erkennt die bekannte Empfangs-Gruppenadresse und aktualisiert die Solltemperatur im konfigurierten Raum auf 22 °C.
Ergebnis: Controme meldet den akzeptierten Sollwert über die Sende-Gruppenadresse zurück. Die neue Solltemperatur ist in der Controme-Oberfläche und am KNX-Raumthermostat sichtbar.
Szenario 2: Änderung in der Controme-Oberfläche
Eingabe in Controme: Ein Benutzer ändert die Solltemperatur in der Controme-App auf 23 °C.
Verarbeitung in Controme: Controme erkennt, dass für diesen Raum ein KNX-Aktor als Ausgang hinterlegt ist.
Senden auf dem KNX-Bus: Controme sendet den neuen Sollwert über die Sende-Gruppenadresse.
Ergebnis: Das KNX-Raumthermostat empfängt den neuen Sollwert. Die Solltemperatur ist in der Controme-Oberfläche und am Thermostat sichtbar.
Optional: Änderungen am Thermostat nur temporär übernehmen
Bei Aktor-Datenpunkten vom Typ DPT 9.001 gibt es die Checkbox „Temperatureinstellungen am Thermostat nur temporär anwenden“. Aktiviert bedeutet: Direkt am Thermostat geänderte Solltemperaturen werden temporär übernommen (Standard: 3 Stunden) und anschließend automatisch auf den ursprünglichen Sollwert zurückgesetzt. Die Dauer ist in den Raumeinstellungen konfigurierbar.
Live-Übersicht: sehen, ob eine Gruppenadresse liefert.
Unter Einrichtung → Anbindung → KNX → Live-Übersicht sehen Sie alle angelegten Datenpunkte auf einen Blick – Sensoren und Aktoren getrennt, jeweils mit aktuellem Wert, Zeitpunkt der letzten Meldung und einer Statusampel. Die Seite aktualisiert sich automatisch alle 10 Sekunden.
Das ist der schnellste Weg, um bei der Inbetriebnahme zu prüfen, ob eine Gruppenadresse tatsächlich Werte liefert. Bleibt ein Datenpunkt längere Zeit ohne Meldung, wechselt seine Ampel auf Rot.
Gateway und ETS
Für die Einbindung des KNX-IP-Gateways in Ihre KNX-Infrastruktur ist technische Expertise im Umgang mit dem ETS-Tool (Engineering-Tool-Software) erforderlich. Die Anleitung im Support-Center zeigt das Vorgehen Schritt für Schritt – inklusive der Konfiguration des Weinzierl 777 Gateways und dem Anlegen der Datenpunkte in Smart-Heat-OS.
Zur KNX-AnleitungÖffnet support.controme.com in einem neuen Tab.
KNX ist einer von vielen Wegen ins Haus
Smart-Home-Connect deckt alle Anbindungen mit einem Kontingent ab. Und im Hintergrund arbeitet die zentrale Heizungsregelung weiter.
Häufige Fragen
Was brauche ich für die KNX-Anbindung?
Drei Dinge: das KNX IP Gateway als physische Verbindung zwischen KNX-Bus und Mini-Server, die Software-Freischaltung Smart-Home-Connect (entweder über das Smart-Heat-OS Services-Paket, in dem sie enthalten ist, oder als Einmalkauf) – und einen Mini-Server 5 mit Smart-Heat Nova.
Wie viele KNX-Werte kann ich einbinden?
Smart-Home-Connect umfasst ein gemeinsames Kontingent von 50 Entitäten über alle Protokolle hinweg (KNX, Home Assistant, Loxone, Homey, REST/HTTP, Modbus) – lesen und schreiben, ohne Kosten je Sensor. 50 Entitäten reichen für jedes Einfamilienhaus, auch in großer Ausbaustufe. Benötigen Sie mehr, schaltet jeder weitere Kauf von Smart-Home-Connect zusätzliche 50 Entitäten frei; für größere Objekte sprechen Sie uns an.
Ich habe früher eine KNX- oder Sensorlizenz gekauft – gilt die noch?
Ja. Bestehende Geräte mit früher gekauften Lizenzen laufen unverändert weiter. Und wenn Sie auf einem älteren Mini-Server bereits Sensor‑, KNX- oder API-Lizenzen erworben haben, erhalten Sie Smart-Home-Connect beim Umstieg auf den Mini-Server 5 ohne Aufpreis – sprechen Sie uns einfach an.
Welche Datenpunkttypen unterstützt Controme?
DPT 1.001 (1 Bit, Schalten) für digitale Ein/Aus-Signale, DPT 5.001 (1 Byte, Prozent) für Prozentwerte wie Luftfeuchtigkeit oder Geräteleistung und DPT 9.001 (2 Byte, Temperatur) für Ist- und Solltemperaturen. Diese drei Typen lassen sich sowohl als Sensor einlesen als auch als Aktor verarbeiten.
Kann Controme echte KNX-Aktoren schalten – oder nur Sollwerte vorgeben?
Beides. Neben der Sollwertvorgabe an KNX-Raumthermostate schaltet Controme echte KNX-Geräte: DPT 1.001 als Schaltbefehl EIN/AUS (z. B. Pumpe oder Ventil), DPT 5.001 als Stellwert von 0 bis 100 % (z. B. stetiger Antrieb). Dafür aktivieren Sie im Datenpunkt „Als System-Aktor bereitstellen“ und weisen dem Ausgang in der Ausgänge-Einrichtung eine Funktion zu – etwa aus der frei programmierbaren Steuerung, der Differenz- oder Nullregelung, dem Gatewaymonitor oder als fester Direktwert.
Gibt es Einschränkungen?
Der Funktionsumfang ist bewusst auf das Umfeld der Heizungssteuerung zugeschnitten – auf die Werte und Geräte, die für Heizen, Kühlen und Warmwasser eine Rolle spielen. Für Vorlauftemperaturregelungen bzw. Mischer stehen KNX-Ausgänge derzeit nicht zur Verfügung. Unser Ziel ist es, Smart-Heat-OS darüber hinaus zu einer vollständigen KNX-Visualisierung auszubauen.
Brauche ich ETS-Kenntnisse?
Für die Konfiguration bzw. Einbindung des Gateways in die KNX-Infrastruktur ist technische Expertise im Umgang mit dem ETS-Tool (Engineering-Tool-Software) erforderlich. Das Anlegen der Datenpunkte in Smart-Heat-OS selbst erfolgt anschließend über die Controme-Oberfläche. Das Vorgehen ist in der KNX-Anleitung im Support-Center beschrieben.
Muss ich eine Multicast-Adresse eintragen?
In der Regel nicht. Im KNX-Modul lässt sich optional die in Ihrem KNX-Projekt verwendete Multicast-IP-Adresse eintragen – ohne Eingabe verwendet der Mini-Server automatisch die lokale Standard-Multicast-Adresse 224.0.23.12. Das Feld kann also im Normalfall leer bleiben.
Binden Sie Ihre Heizung an KNX an.
Wir unterstützen Sie gerne: In der kostenlosen Projektberatung planen unsere Experten das optimale Setup für Ihr Gebäude – unverbindlich, konkret und mit exklusivem Projektrabatt.
Controme verbindet sich auch mit Home Assistant, Loxone, Homey und weiteren Systemen – alle Smart-Home-Integrationen im Überblick →