Zentrale Heizungsregelung 

Heizungspumpe und Umwälzpumpe intelligent steuern.

Heizungspumpen sind oftmals die größten heimlichen Stromfresser im Haushalt. 

Controme sorgt dafür, dass die Heizungspumpe nur dann eingeschaltet ist, wenn nötig. Dies spart in vielen Fällen mehr als €100,- an Stromkosten pro Jahr. 

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Die Ausgangslage 

Warum die Pumpe läuft, obwohl niemand Wärme braucht.

Die Heizungspumpe ist eines der wichtigsten Bestandteile einer Heizung – und zugleich eine der am schlechtesten geregelten Komponenten im ganzen Heizraum. 

Der Motor des Heizkreislaufs

Die Heizungspumpe transportiert das Heizwasser vom Wärmeerzeuger zu den Verbrauchern und befördert das abgekühlte Wasser wieder zurück – ein geschlossener Kreislauf, bei dem die Pumpe als antreibender Motor fungiert. Während einer durchschnittlichen Heizperiode läuft sie im Schnitt etwa 5.000 bis 6.000 Stunden. Deshalb zählt sie in den meisten Haushalten zu den größten Stromfressern. 

Die Regelung kennt die Räume nicht

Angesteuert wird die Heizungspumpe normalerweise von der Regelung des Wärmeerzeugers. Die entscheidende Information – die Ist- und Ziel-Raumtemperaturen – fehlt jedoch nahezu allen üblichen Heizungssteuerungen. Also läuft die Pumpe auch dann, wenn kein Raum Wärmebedarf hat und alle Ventile geschlossen sind. Sie „drückt“ dann gegen geschlossene Ventile. 

Auch Hocheffizienzpumpen laufen weiter

Eine elektronisch geregelte Pumpe hält den vom Heizungsbauer eingestellten Differenzdruck konstant – auch dann, wenn alle Stellantriebe der Fußbodenheizung geschlossen sind. Das benötigt deutlich weniger Energie als eine ungeregelte Umwälzpumpe, aber die Pumpe ist eben trotzdem eingeschaltet. Das kostet immer noch deutlich mehr als notwendig. 

So regelt Controme das 

Die Pumpe läuft nur, wenn wirklich Wärme angefordert wird.

Dadurch, dass das Smart-Heat-System weiß, in welchen Räumen Wärmebedarf vorhanden ist, wird die Heizungspumpe zusammen mit dem Wärmeerzeuger abgeschaltet, sobald alle Räume auf Temperatur sind. 

Freigabe über den echten Wärmebedarf

Das Modul Raumanforderung verbindet die Einzelraumregelung mit der zentralen Heizungsregelung. Es überwacht, ob die Zieltemperatur in den ausgewählten Räumen erreicht ist. Solange mindestens ein ausgewählter Raum Wärme anfordert, bleibt die Pumpe frei – haben alle ausgewählten Räume ihre Zieltemperatur erreicht, wird die Freigabe zurückgenommen. 

Alle intelligenten Module wirken mit

Wettervorhersage, Geolocation, Kalender oder Zeitschalter greifen zunächst an der Einzelraumregelung an – erst danach wird entschieden, ob die Heizkreispumpe freigegeben wird. Sorgt zum Beispiel die Wettervorhersage dafür, dass kein Raum Wärmebedarf hat, geht damit auch die Heizungspumpe aus. 

Statusübersicht der Umwälzpumpen in Smart-Heat-OS

Statusübersicht der Umwälzpumpen in Smart-Heat-OS: Sie sehen jederzeit, welche Pumpe gerade freigegeben ist – und warum. 

Sie bestimmen die maßgeblichen Räume

In Smart-Heat-OS wählen Sie ganz einfach per Klick die Räume aus, die für die jeweilige Heizkreispumpe maßgeblich sind. In dieser Auswahl empfehlen wir, „unwichtige“ Räume nicht auszuwählen.

Sie verhindern damit, dass die Heizungspumpe alleine wegen des Wärmebedarfs in Schlafzimmer, Gang EG, WC EG oder Hobbyraum im Keller eingeschaltet wird. Diese Räume werden dann erst mitgeheizt, wenn ein anderer, wichtiger Raum (z. B. Wohnzimmer, Küche, Bad) Wärmebedarf hat. 

Mehrere Heizkreispumpen, getrennt geregelt

Bei mehreren Heizkreispumpen für mehrere Gebäudeteile werden die Freigaben für die Heizungspumpen sogar separat berechnet.

Dazu werden mehrere Raumanforderungen angelegt und auf eigene Relaisausgänge konfiguriert – jede mit ihrer eigenen Raumauswahl. So bekommt jeder Gebäudeteil genau die Pumpenfreigabe, die zu seinen Räumen passt. 

Der zweite Hebel 

Und wenn die Räume die Wärme gar nicht abnehmen?

Die Temperatur des warmen Heizwassers, das die Heizungspumpe in die Räume pumpt (Vorlauf), muss einige Grad höher sein als die des Heizwassers, das zurückkommt (Rücklauf). Ist dieser Temperaturunterschied – die Spreizung – zu gering, wird von den Räumen offensichtlich keine Wärme abgenommen. Controme erkennt das über je einen Temperatursensor am Vor- und am Rücklauf. 

Pumpen ohne Drehzahlregelung

Pumpen ohne Drehzahlregelung und differenzdruckgeregelte Hocheffizienzpumpen werden abgeschaltet. Anschließend berechnet das System eine konfigurierbare, außentemperaturabhängige Auszeit, nach der die Pumpe wieder freigegeben wird – zum Beispiel 10 Minuten bei −20 °C Außentemperatur oder 60 Minuten bei +15 °C.

Drehzahlgesteuerte Pumpen

Pumpen mit Drehzahlregelung werden bei geringem Temperaturunterschied zwischen Vor- und Rücklauf stufenlos heruntergeregelt, statt hart abzuschalten. Die Pumpe bleibt in Betrieb – aber nur mit der Leistung, die die Anlage in diesem Moment tatsächlich braucht. 

Die passenden Ausgänge sind an Bord

Die zentrale Heizungsregelung PRO bringt neben den Relais-Ausgängen zwei analoge Ausgänge mit, die sich per Jumper zwischen 0–10 V und PWM umstecken lassen, dazu zwei Triac-Ausgänge. Damit lassen sich drehzahlgesteuerte Umwälzpumpen ansteuern – drehzahlgeregelte Pumpen werden häufig über ein PWM-Signal gefahren. 

Anschlussbelegung im Support-Portal 
Das Ergebnis 

Deutlich weniger Einschaltzeit – fast ohne Komfortverlust.

ca. 30 %

Pumpe aus, wenn kein Wärmebedarf

Die Heizungspumpe ist AUS, wenn kein Wärmebedarf vorhanden ist. Alleine dies wird in vielen Fällen schon ca. 30 % Einschaltzeit und damit Stromkosten sparen. 

+ 20–30 %

Freigabe nur durch wichtige Räume

Die Heizungspumpe wird nur durch wichtige Räume freigegeben. Fast ohne Komfortverlust lassen sich damit noch weitere 20–30 % der Einschaltzeit sparen. 

Unterm Strich: Die Heizungspumpe ist nur EIN, wenn es auch wirklich notwendig ist. Dies spart in vielen Fällen mehr als €100,- an Stromkosten pro Jahr. 

  • Kein Druck gegen geschlossene Ventile – die Pumpe arbeitet nur gegen einen Kreislauf, der die Wärme auch abnimmt.

  • Pumpe und Wärmeerzeuger im Gleichtakt – beide werden abgeschaltet, sobald alle Räume auf Temperatur sind.

  • Alles im Blick – die Statusübersicht in Smart-Heat-OS zeigt jederzeit, welche Pumpe gerade freigegeben ist.

Ein System

Alles greift ineinander

Jede Regelung ist Teil eines Gesamtsystems: Die zentrale Heizungsregelung kennt die Räume, das Wetter und die Nutzungszeiten — und stimmt alle Komponenten aufeinander ab.

Komponenten im Heizraum

Intelligente Module

Häufige Fragen

Welche Aufgabe hat eine Heizkreispumpe / Heizungspumpe?

Die Heizungspumpe ist eines der wichtigsten Bestandteile einer Heizung. Sie transportiert das Heizwasser vom Heizkessel zu den Heizkörpern und befördert das abgekühlte Wasser anschließend wieder zurück, wo es erneut erwärmt wird – ein geschlossener Kreislauf, bei dem die Heizungspumpe als der antreibende Motor fungiert. Während einer durchschnittlichen Heizperiode läuft sie im Schnitt etwa 5.000 bis 6.000 Stunden. Deshalb zählt sie in den meisten Haushalten zu den größten Stromfressern.

Wie werden Heizkreispumpen normalerweise angesteuert?

Normalerweise von der Regelung des Wärmeerzeugers. Die entscheidenden Informationen für eine effiziente Ansteuerung sind aber die Ist- und Ziel-Raumtemperaturen – und genau diese Information fehlt nahezu allen üblichen Heizungssteuerungen. Das führt dazu, dass die Heizungspumpen auch laufen, wenn kein Raum Wärmebedarf hat und alle Ventile geschlossen sind. Die Heizungspumpe „drückt“ dann gegen geschlossene Ventile.

Gelten die Vorteile auch bei geregelten Hocheffizienzpumpen?

Ja. Geregelte Heizungspumpen halten den Differenzdruck konstant auf dem vom Heizungsbauer eingestellten Sollwert – auch wenn alle Stellantriebe einer Fußbodenheizung geschlossen sind. Das benötigt deutlich weniger Energie als eine ungeregelte Umwälzpumpe, jedoch ist auch eine elektronisch geregelte Pumpe mit verminderter Leistung eingeschaltet. Die Spreizung berücksichtigt eine differenzdruckgeregelte Pumpe zudem gar nicht.

Kurzum: Es macht absolut Sinn, eine elektronisch geregelte Hocheffizienzpumpe ebenfalls über den Raum-Wärmebedarf und die Spreizungsüberwachung freizugeben beziehungsweise zu sperren.

Können mehrere Heizkreispumpen angesteuert werden?

Ja. Bei mehreren Heizkreispumpen für mehrere Gebäudeteile können mehrere Raumanforderungen angelegt und auf eigene Relaisausgänge konfiguriert werden, sodass die Freigaben für die Heizungspumpen separat erfolgen. Im Modul Raumanforderung werden einfach per Klick die Räume ausgewählt, die für die jeweilige Heizkreispumpe maßgeblich sind. Selbiges gilt für die Spreizungsregelung.

Geht das auch, wenn noch keine Einzelraumregelung umgesetzt ist?

Es gibt zwei Argumente, eine Heizkreispumpe mit Controme anzusteuern: das Abschalten bei fehlendem Raum-Wärmebedarf und das Abschalten bei zu geringem Temperaturunterschied zwischen Vor- und Rücklauf. Ohne Einzelraumregelung entfällt der erste Punkt; die Regelung über die Spreizung funktioniert dagegen unabhängig davon, ob das System die Raumtemperaturen kennt.

Sofern keine Einzelraumregelung umgesetzt werden soll, ist oftmals ein guter Kompromiss, die 3–5 wichtigsten Räume mit batterielosen Raumsensoren auszustatten. Dadurch kann das System die Raumtemperaturen erfassen und die Heizkreispumpe entsprechend abschalten und freigeben – damit ergeben sich die genannten Vorteile nahezu ohne Einschränkung.

Wie nehmen die intelligenten Module Einfluss auf die Heizkreispumpe?

Üblicherweise mittelbar über die Einzelraumregelung. Es kann zum Beispiel das Wettervorhersage-Modul dafür verantwortlich sein, dass kein Wärmebedarf in den Räumen vorhanden ist – dadurch wird dann auch die Heizkreispumpe ausgeschaltet. Gleiches gilt für alle weiteren intelligenten Offset-Module wie Geolocation, Zeitschalter oder Kalender. Alle intelligenten Module durchlaufen also zunächst die Einzelraumregelung – erst danach wird entschieden, ob die Heizkreispumpe freigegeben wird.

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