Zentrale Heizungsregelung 

Intelligente Speicherladung Pufferspeicher

Gewöhnliche Heizungssteuerungen halten Pufferspeicher unter allen Gegebenheiten stur auf der eingestellten Temperatur. 

Controme bezieht stattdessen die Wettervorhersage, den erwarteten Solarertrag und die Nutzungszeiten in die Speicherladung ein. In vielen Fällen lässt sich dadurch einiges an Energie sparen und die Takthäufigkeit des Wärmeerzeugers verringern. 

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Die Ausgangslage 

Warum der Speicher zu oft geladen wird.

Stur auf Solltemperatur

Die Regelung kennt nur einen Sollwert und hält ihn – unabhängig davon, was in den nächsten Stunden passiert. Ob gleich die Sonne auf den Kollektor scheint oder ob heute überhaupt jemand Warmwasser braucht, spielt keine Rolle. 

Der Solarspeicher ist zu früh voll

Bei vielen thermischen Solaranlagen ist der Solarspeicher sehr schnell vollständig geladen. Besonders in der Übergangszeit kommt es häufig vor, dass die Anlage zwar Energie liefern könnte, im Speicher aber keine Kapazität mehr frei ist. 

Jede Ladung ist ein Brennerstart

Die mit Abstand verlustreichste Phase des Brennvorgangs sind die ersten 3 bis 6 Minuten nach dem Brennerstart. Wer den Speicher unnötig nachlädt, bezahlt jedes Mal diesen Anfahrverlust – und häufiges Ein- und Ausschalten beeinträchtigt zudem die Lebensdauer. 

Mehr zum Takten des Wärmeerzeugers 
So regelt Controme das 

Erst rechnen, dann laden.

Smart-Heat-OS fragt permanent die Wettervorhersage für Ihren Standort ab. Daraus entstehen zwei Bausteine für den Pufferspeicher: die verzögerte Speicherladung über den konventionellen Wärmeerzeuger und der Solarpuffer, der überschüssige Wärme in die Gebäudemasse bringt. 

Wetter-PRO: den Solarertrag abwarten 

Mit dem Modul Wetter-PRO lassen sich individuelle Wetterabfragen zu frei konfigurierbaren Bedingungen erstellen. Trifft eine Bedingung zu, schaltet das Modul einen frei definierbaren Offset oder eine binäre Freigabe, die in der frei programmierbaren Steuerung (FPS) weiterverwendet wird. Damit lässt sich die Speicherladung über den konventionellen Wärmeerzeuger verzögern, um den Ertrag der Solaranlage abzuwarten. Gleiches gilt bei einer Photovoltaikanlage mit Wärmepumpe. 

Beispiel aus der Praxis

Ölkessel, Solaranlage, Schichtspeicher: Normalerweise heizt der Ölkessel den Schichtspeicher auf 70 °C. Wird innerhalb der nächsten vier Stunden im Durchschnitt ein Bedeckungsgrad von unter 10 % erwartet, heizt er nur auf 45 °C – in der Erwartung, dass die Solaranlage den Speicher in Kürze kostenlos fertig lädt. 

Bedeckungsgrad als Rechengröße

  • sunny · 0 %
  • mostly sunny · 25 %
  • various clouds · 50 %
  • cloudy · 75 %
  • overcast sky · 100 %
Dokumentation Modul Wetter-PRO 

Kostenlose Energie hat Vorrang

Der konventionelle Wärmeerzeuger soll nicht das erledigen, was die Sonne wenig später ohnehin kostenlos übernimmt. Wetter-PRO liefert dafür die Bedingung, die FPS die Verknüpfung – und der Speicher bleibt so lange auf dem niedrigeren Niveau, wie es vertretbar ist. 

Zur Solarregelung 

Solarpuffer: das Gebäude als zusätzliche Puffermasse 

Sagt der Wetterbericht einen Temperatureinbruch voraus und ist der Puffer gleichzeitig ausreichend aufgeheizt, spült das Modul Solarpuffer frühzeitig Wasser aus dem Puffer ins Haus. Das Gebäude wird dabei leicht aufgeheizt und federt den kommenden Einbruch ab – die Räume werden also um einen einstellbaren Wert mit kostenloser Energie „überheizt“. Angesteuert wird das über einen Offset auf die Solltemperatur ausgewählter Räume, vergleichbar zur Wettersteuerung. 

Wichtig: Es wird nur dann ins Gebäude gepuffert, wenn auch eine Heizphase erwartet wird. Die Aktivierung berechnet der Regelalgorithmus anhand aktueller Wettervorhersagedaten. 

Die Stellschrauben

Deaktivierungsschwelle

Untere Grenze für die Puffertemperatur: Fällt der Puffersensor darunter, stellt das Modul seine Funktion ein. So bleibt auch bei niedrigeren Außentemperaturen genug Wärme im Speicher. 

Vorhersagezeitraum

Wie viele Stunden der Wetterbericht vorausschauen soll. Je länger der Zeitraum, desto früher wird das Modul aktiv – je träger ein Haus auf Beheizung reagiert, desto länger sollte er gewählt werden. 

Aktivitätsgrenze

Maximaltemperatur im Vorhersagezeitraum: Wird sie laut Wetterbericht auch nur einmal überschritten, bleibt das Modul inaktiv. Gepuffert wird also nur, wenn es wirklich kalt wird. 

Grenze je Raum

Pro Raum legen Sie die maximale Temperaturerhöhung durch Solarpufferung fest. Ist sie erreicht, wird das Modul für diesen Raum inaktiv – und es lässt sich raumweise ganz abschalten. 

Dokumentation Modul Solarpuffer 
Photovoltaik & Wärmepumpe 

Laden, wenn der Strom vom eigenen Dach kommt.

Bei einer Wärmepumpe mit PV-Anlage gilt dieselbe Logik – nur ist die kostenlose Energie hier Strom. Controme bringt dafür zwei Informationen zusammen: den tatsächlichen PV-Überschuss und die Vorhersage über den kommenden Solarertrag. 

Speicher zuerst, Estrich danach.

PV-Überschuss als Signal

Hat der Wechselrichter einen konfigurierbaren Relaisausgang, kommt er an einen Universaleingang des Universalgateway-PRO. Damit weiß das System: PV-Überschuss vorhanden, ja oder nein. Fehlt der Ausgang, genügen die Wetter-PRO-Abfragen.

SG-Ready-Schnittstelle

Über die potentialfreien Relaisausgänge geht es zurück an die Wärmepumpe: Blockierung, Normalbetrieb, verstärkter Betrieb oder definitiver Anlaufbefehl – je nach Betriebszustand der SG-Ready-Eingänge.

Reihenfolge frei bestimmbar

Sie können vorrangig den Pufferspeicher beheizen und erst ab einer bestimmten Speichertemperatur die Estrichmasse aktivieren. Auch zusätzliche Heizstäbe lassen sich einbinden.

Estrich als zweiter Speicher

Durch die riesige Estrichmasse (ca. 18 t in einem Einfamilienhaus) lässt sich bemerkenswert viel Energie puffern, ohne die Raumtemperatur wesentlich zu erhöhen.

Unter- und Überheizen

Je nach aktuellem und vorhergesagtem PV-Ertrag regelt Controme nah an der unteren Komfortschwelle (Ertrag kommt erst noch) oder nah an der oberen (Ertrag ist da).

Alles zur Eigenverbrauchs-Optimierung

PV-Überschuss, Wärmepumpe und Speicher im Zusammenspiel – auf der Spezialseite.

Mehr erfahren → 

Nutzungszeiten und Ladepumpen im Griff

  • Kalender: Zeiten, in denen kein Warmwasser benötigt wird, planen Sie von überall aus vollkommen frei.

  • Timer: Mit wenigen Klicks unterbinden Sie die Warmwasserbereitung von überall aus – etwa im Urlaub.

  • Geolocation: Ist niemand zu Hause, unterbleibt die Warmwasserbereitung automatisch.

  • Datenlogging: Entlade- und Aufheizzeiten sind sichtbar und lassen sich auswerten – die Grundlage für jede Feinjustierung.

Differenzregelung

Die Ladepumpe schaltet nach Temperaturdifferenz

Für Speicherladung, Solarkreis oder Wassertasche steuert die Differenzregelung den Ausgang anhand von bis zu drei Sensoren: Quelle (z. B. Kollektor), Ziel (z. B. Puffer unten) und eine zusätzliche Maximaltemperatur als Speicherschutz. 

  • · Einschaltdifferenz – bei Solaranlagen üblicherweise 5 bis 8 K
  • · Mindesttemperatur der Quelle, damit die Pumpe nicht taktet
  • · Maximaltemperatur zum Schutz vor Überhitzung
  • · Hysterese sowie Ein- und Ausschaltverzögerung
Dokumentation Differenzregelung 
Das Ergebnis 

Weniger Starts, mehr kostenlose Energie.

Weniger Takten

Jede vermiedene Ladung ist ein vermiedener Brennerstart – und damit ein vermiedener Anfahrverlust.

Längere Lebensdauer

Häufiges Ein- und Ausschalten beeinträchtigt den Wärmeerzeuger stark. Weniger Starts schonen die Anlage.

Solarertrag landet im Haus

Statt am vollen Speicher zu verpuffen, wandert überschüssige Wärme in die Gebäudemasse.

Komfort bleibt abgesichert

Schwellenwerte begrenzen jede Sparfunktion: Sinkt der Speicher zu weit, springt der Wärmeerzeuger ganz normal ein.

Ein System

Alles greift ineinander

Jede Regelung ist Teil eines Gesamtsystems: Die zentrale Heizungsregelung kennt die Räume, das Wetter und die Nutzungszeiten — und stimmt alle Komponenten aufeinander ab.

Komponenten im Heizraum

Intelligente Module

Häufige Fragen

Was macht Controme bei der Speicherladung anders?

Gewöhnliche Heizungssteuerungen halten den Pufferspeicher unter allen Gegebenheiten stur auf der eingestellten Temperatur. Controme bezieht die Wettervorhersage mit ein: Ist in Kürze Solarertrag zu erwarten, wird die Ladung über den konventionellen Wärmeerzeuger verzögert oder auf ein niedrigeres Niveau begrenzt. Das spart in vielen Fällen Energie und verringert die Takthäufigkeit des Wärmeerzeugers.

Brauche ich dafür zwingend eine Solaranlage?

Der größte Hebel entsteht dort, wo kostenlose Energie zu erwarten ist – also bei einer thermischen Solaranlage oder bei einer Photovoltaikanlage mit Wärmepumpe. Aber auch ohne Solar lassen sich unnötige Ladungen vermeiden, etwa über Kalender, Timer und Geolocation sowie über die bedarfsgerechte Freigabe des Wärmeerzeugers.

Was passiert, wenn die vorhergesagte Sonne doch ausbleibt?

Jede Sparfunktion ist durch Schwellen abgesichert. Das Solarpuffer-Modul stellt seine Funktion ein, sobald die Puffertemperatur unter die eingestellte Deaktivierungsschwelle fällt. Und auch bei Wetter-PRO-Bedingungen wird üblicherweise eine Mindesttemperatur mitgeprüft – fällt die Warmwassertemperatur darunter, springt der konventionelle Wärmeerzeuger wieder ein.

Wie kommt das Gebäude als zusätzlicher Speicher ins Spiel?

Über das Modul Solarpuffer: Es addiert einen Offset auf die Solltemperatur ausgewählter Räume, wenn ein Temperatureinbruch bevorsteht und der Puffer ausreichend geladen ist. Die Räume werden also um einen einstellbaren Wert mit kostenloser Energie „überheizt“. Wie viel das je Raum sein darf, legen Sie selbst fest; bei Fußbodenheizungen dient dabei die Estrichmasse als thermischer Speicher.

Funktioniert das auch mit Wärmepumpe und PV-Anlage?

Ja. Der Relaisausgang des Wechselrichters liefert über einen Universaleingang des Universalgateway-PRO die Information „PV-Überschuss vorhanden“, die Wärmepumpe wird über ihre SG-Ready-Eingänge angesteuert. Sie können festlegen, dass zuerst der Pufferspeicher beheizt wird und erst ab einer bestimmten Speichertemperatur die Estrichmasse dazukommt. Details dazu auf der Seite PV-Eigenverbrauch optimieren.

Wie wird die Ladepumpe konkret angesteuert?

Über die Differenzregelung: Sie schaltet einen Ausgang, sobald die eingestellte Temperaturdifferenz zwischen Quelle und Ziel erreicht ist – bei Solaranlagen üblicherweise 5 bis 8 K. Dazu kommen Mindesttemperatur der Quelle, Maximaltemperatur als Speicherschutz, Hysterese sowie Ein- und Ausschaltverzögerung. Für individuelle Anlagen lassen sich Bedingungen zusätzlich in der frei programmierbaren Steuerung verknüpfen.

Holen Sie mehr aus Ihrem Speicher heraus.

In der kostenlosen Projektberatung schauen sich unsere Experten Ihren Heizraum an und planen das passende Setup für Speicher, Solaranlage und Wärmeerzeuger – unverbindlich, konkret und mit exklusivem Projektrabatt.