Zentrale Heizungsregelung 

Solarregelung und Solarregler.

Keine unnötigen Starts des konventionellen Wärmeerzeugers durch vorausschauende Berechnung des Solarertrags. 

Die regelungstechnischen Anforderungen bei Solarreglern oder bei Differenzregelungen sind sehr individuell und bei jeder Anlage unterschiedlich. Controme kann völlig frei auf nahezu jede Anlagenkonfiguration programmiert werden – und verbindet die Solarthermie dabei mit dem Rest der Heizung. 

Solarregler und Solarregelung mit Controme: Kollektor, Speicher und Wärmeerzeuger in einem System

Die Solaranlage wird nicht separat geregelt, sondern ist Teil der zentralen Heizungsregelung. 

Tipp: Projektanfragen erhalten die kostenlose Experten-Planung samt exklusivem Projektrabatt. 

Die Ausgangslage 

Warum ein eigener Solarregler zu kurz greift.

Ein klassischer Solarregler macht genau eine Sache: Er schaltet die Solarpumpe ein, wenn der Kollektor wärmer ist als der Speicher. Was im Rest des Hauses passiert, erfährt er nie – und der Rest des Hauses erfährt nichts von der Sonne. 

Jede Anlage ist anders

Ob ein Kollektorfeld oder zwei, ein Verbraucher oder drei, mit Bypass, Ladepumpe oder Brenneranforderung: Die regelungstechnischen Anforderungen sind bei jeder Anlage unterschiedlich. Ein Fertigregler kennt aber nur die Schaltungen, die sein Hersteller vorgesehen hat. 

Der Kessel weiß nichts von der Sonne

Der Wärmeerzeuger heizt den Speicher stur auf seinen eingestellten Wert – auch dann, wenn die Solaranlage ihn in zwei Stunden kostenlos fertig laden würde. Jeder dieser Starts kostet Brennstoff, und die verlustreichste Phase eines Brennvorgangs sind genau die ersten Minuten nach dem Start. 

Eine Insel im Heizraum

Ein separater Solarregler ist eine Insel: Er kennt weder die Räume noch die Wettervorhersage noch die Nutzungszeiten. Sichtbar ist er meist nur über ein kleines Display im Heizraum – nicht in der Heizungs-App, nicht im Datenlogging.

Solarthermie oder Photovoltaik?

Auf dieser Seite geht es um Solarthermie – also um Kollektoren, die Wasser erwärmen, und um die Regelung der Solarpumpe (Differenzregelung). Wenn Sie Photovoltaik einbinden wollen, also selbst erzeugten Strom, führen zwei andere Seiten weiter: PV-Eigenverbrauch mit der Wärmepumpe optimieren und das Controme Energiemanagement.

So regelt Controme das 

Die Differenzregelung – Ihr Solarregler im System.

Für die Solarregelung aktivieren Sie in den Konfigurationen das Modul Differenzregelung. Es schaltet einen Ausgang – typischerweise das Relais der Solarpumpe –, sobald zwischen zwei Messpunkten eine voreingestellte Temperaturdifferenz erreicht ist. Dabei bleibt keinesfalls die Einfachheit auf der Strecke: Für gängige Anwendungen geben Sie nur noch die Parameter ein. 

Drei Sensoren, ein klarer Auftrag

  • S1

    Die Wärmequelle. Der Kollektorsensor. Die Regelung entscheidet anhand dieses Werts, ob überhaupt genug Wärme für einen Transfer da ist.

  • S2

    Das Ziel. Der Speichersensor, üblicherweise unten im Solar- oder Pufferspeicher. Dieser Sensor ist für jede Differenzregelung zwingend erforderlich.

  • S3

    Die Grenze. Ein optionaler zusätzlicher Sensor, z. B. oben im Speicher. Wird seine Maximaltemperatur überschritten, sperrt die Regelung den Ausgang – Überhitzungsschutz für den Speicher.

Je nachdem, welche Sensoren Sie zuordnen, wird daraus eine klassische Differenzregelung (S1 + S2), eine einfache Zweipunktregelung (nur S2) oder eine erweiterte Regelung mit zusätzlicher Obergrenze. 

Hydraulikschema einer einfachen 1-Kreis-Solaranlage mit Kollektorsensor, Speichersensor und Solarpumpe

Hydraulikschema einer einfachen 1‑Kreis-Solaranlage.

Einschalten mit Reserve

Die Differenztemperatur legt fest, um wie viel der Kollektor wärmer sein muss als der Speicher, bevor die Pumpe anläuft. Für Solaranlagen sind üblicherweise 5 bis 8 Kelvin sinnvoll – zu knapp bemessen, und die Pumpe fängt an zu takten. Eine optionale Mindesttemperatur an S1 verhindert zusätzlich Starts bei zu kühlem Kollektor. 

Grenzen, die halten

Über die Maximaltemperatur S2 (und optional S3) schützen Sie den Speicher vor Überhitzung: Wird der Wert überschritten, schaltet der Ausgang ab und bleibt gesperrt – auch wenn die Differenzbedingung noch erfüllt wäre. Auf Wunsch lässt sich der Zielwert als Schieberegler direkt in die Oberfläche legen. 

Ruhig statt hektisch

Hysterese sowie Ein- und Ausschaltverzögerung sorgen dafür, dass die Pumpe nicht bei jeder vorbeiziehenden Wolke an- und ausgeht. Sie definieren damit sekundengenau, wie träge oder wie flink Ihre Anlage reagieren soll. 

Eine Stufe feiner 

Drehzahlgeregelte Solarpumpe statt EIN/AUS

Eine Solarpumpe muss nicht zwangsläufig nur ein- und ausgeschaltet werden. Über einen PWM-Ausgang am Universalgateway-PRO steuert Controme die Drehzahl stufenlos und passt die Pumpenleistung damit an das an, was der Kollektor gerade hergibt. 

  • Die Differenzregelung gibt frei. Sie schaltet die Pumpe grundsätzlich ein, wenn am Kollektor genug Wärmeüberschuss vorhanden ist – und aus, wenn der Puffer voll ist.

  • Die Drehzahlregelung feilt nach. Sie hält den Solar-Rücklauf auf einem dynamischen Sollwert, z. B. Puffertemperatur unten plus 5 K. Ist der Rücklauf zu kühl, läuft die Pumpe langsamer – das Wasser bekommt mehr Zeit im Kollektor.

  • Scheint die Sonne kräftig, läuft die Pumpe mit voller Leistung, weil mehr Energie verfügbar ist, als zum Halten des Sollwerts nötig wäre.

Zur Schritt-für-Schritt-Anleitung im Support 

Wichtig für Fachleute: erst testen, dann regeln

Die meisten PWM-Solarpumpen arbeiten mit invertierter Logik: 0 % Signal bedeutet volle Drehzahl, 100 % bedeutet Minimaldrehzahl oder Aus. Das ist als Fail-Safe gedacht – bei defektem Steuerkabel läuft die Pumpe voll. 

Deshalb gehört vor jede Konfiguration ein manueller Vorab-Test: Reagiert die Pumpe auf das Signal, und bei welchem Wert erreicht sie ihre niedrigste sinnvolle Drehzahl? Dieser Wert wird später als maximaler Analogwert hinterlegt. 

Vorgefertigte Hydraulikschemen

Für gängige Anlagen sind fertige Hydraulikschemen hinterlegt, in die nur noch die jeweiligen Parameter eingegeben werden müssen: einfache 1‑Kreis-Solaranlage, zwei Kollektorfelder, mehrere Verbraucher, Bypassfunktion, Speicherkaskaden, Ladepumpensteuerung und Brenneranforderung. Die Beispiele beschränken sich auf maximal drei zu steuernde Ausgänge – möglich ist die Ansteuerung von bis zu 15 Ausgängen.

Alle Hydraulikschemen ansehen 

Und wenn Ihre Anlage keinem Schema folgt?

Dann schreiben Sie die Bedingung selbst. Über eine einfache Syntax verknüpfen Sie Temperatursensoren und Gateway-Ausgänge frei mit Logikanweisungen – so lassen sich auch komplexe Systeme mit mehreren Wärmeerzeugern, mehreren Wärmeverbrauchern und Brenneranforderungen umsetzen. Eine Solarpumpe an Ausgang A1 sieht dann zum Beispiel so aus: 

A1 = S1 > (S2 + 7) & S1 > 25 & S2 85 & S3 95

Gelesen: Die Solarpumpe läuft, wenn der Kollektor S1 mindestens 7 K wärmer ist als der Speicher S2, der Kollektor über 25 °C liegt, der Speicher unter 85 °C bleibt und der obere Speichersensor S3 unter 95 °C bleibt. 

Mehr zur frei programmierbaren Steuerung 
Der eigentliche Hebel 

Die Sonne einplanen, bevor sie scheint.

Eine Differenzregelung reagiert – sie schaltet, wenn die Wärme schon da ist. Der größere Gewinn entsteht davor: Wenn die Heizungsregelung weiß, dass in wenigen Stunden Solarertrag kommt, muss der konventionelle Wärmeerzeuger jetzt nicht mehr anspringen. Genau dafür wertet Controme die Wettervorhersage aus – unter anderem den prognostizierten Bedeckungsgrad. 

So rechnet Controme die Sonne vorher ein.

Speicher nur so weit laden wie nötig

Beispiel Ölkessel mit Schichtspeicher: Statt wie immer auf 70 °C heizt der Kessel nur auf 45 °C, wenn für die nächsten Stunden ein sehr niedriger Bedeckungsgrad vorhergesagt ist. Den Rest erledigt die Solaranlage kostenlos.

Warmwasser bevorzugt kostenlos

Wird in Kürze Solarertrag erwartet und ist im Speicher noch genug Reserve, wird die Warmwasserbereitung über den konventionellen Wärmeerzeuger gesperrt. Fällt die Temperatur doch unter die gesetzte Komfortgrenze, springt er ganz normal ein.

Sommerbetrieb rein solar

Zeigt die Vorhersage über mehrere Tage wenig Bewölkung und milde Außentemperaturen, kann der Kessel ganz abgeschaltet werden – abgesichert über die Puffertemperatur, damit er wieder anspringt, wenn die Wärme doch knapp wird.

Das Gebäude als zweiter Puffer

Das Modul Solarpuffer spült Wärme aus einem gut geladenen Puffer frühzeitig ins Haus, wenn ein Temperatureinbruch vorhergesagt ist. Die Räume werden dabei um einen einstellbaren Wert mit kostenloser Energie vorgewärmt – raumweise aktivierbar, mit eigener Deaktivierungsschwelle für den Puffer.

Frei definierbar statt vorgegeben

Die Bedingungen bauen Sie selbst: Bedeckungsgrad, Vorhersagezeitraum, Außentemperatur, Speichertemperaturen und Kalenderzeiten lassen sich beliebig kombinieren – als Offset oder als binäre Freigabe.

Alle Beispiele im Detail

Konkrete Bedingungen, Schwellen und Kombinationen für Solaranlagen in der Dokumentation zum Wetter-PRO-Modul.

Zur Anleitung → 

Wie weit die Ladung des Speichers zugunsten des Solarertrags verzögert wird, gehört zur intelligenten Speicherladung; das Modul Solarpuffer ist im Support dokumentiert.

Das Ergebnis 

Mehr Ertrag aus derselben Anlage.

Weniger Brennerstarts

Der Wärmeerzeuger produziert nur dann Wärme, wenn sie wirklich nötig ist – und nicht kurz bevor die Sonne sie ohnehin geliefert hätte.

Längere Lebensdauer

Weniger Ein- und Ausschaltvorgänge schonen den Wärmeerzeuger. Auf Seiten der Solaranlage verhindern Hysterese und Verzögerungen das Takten der Solarpumpe.

Mehr Platz für Solarwärme

Ein Speicher, der nicht unnötig vorgeheizt wurde, kann die kostenlose Wärme vom Dach auch aufnehmen.

Alles sichtbar

Kollektor, Speicher und Pumpenstatus stehen in derselben Oberfläche wie der Rest der Heizung – und im Datenlogging lässt sich jeder Solartag nachvollziehen.

Ein Regler weniger

Die Solarregelung läuft im selben System wie Räume, Vorlauftemperatur und Wärmeerzeuger – kein zweites Gerät, keine zweite Bedienlogik.

Ein System

Alles greift ineinander

Jede Regelung ist Teil eines Gesamtsystems: Die zentrale Heizungsregelung kennt die Räume, das Wetter und die Nutzungszeiten — und stimmt alle Komponenten aufeinander ab.

Komponenten im Heizraum

Intelligente Module

Häufige Fragen

Brauche ich zusätzlich einen eigenen Solarregler?

Nein. Die Differenzregelung übernimmt genau diese Aufgabe: Sie schaltet den Ausgang für die Solarpumpe, sobald der Kollektor um die eingestellte Differenztemperatur wärmer ist als der Speicher – inklusive Mindesttemperatur an der Quelle, Maximaltemperaturen zum Speicherschutz, Hysterese und Schaltverzögerungen. Der Unterschied zum separaten Gerät: Die Regelung läuft im selben System wie Räume, Vorlauftemperatur und Wärmeerzeuger.

Welche Sensoren brauche ich für eine Differenzregelung?

Zwingend erforderlich ist der Zielsensor S2 (der Speicher, der erwärmt werden soll). Für die klassische Solarregelung kommt S1 als Quellsensor dazu – der Kollektorfühler. Optional überwacht S3 eine zusätzliche Obergrenze, zum Beispiel oben im Speicher. Für eine drehzahlgeregelte Pumpe wird zusätzlich der Solar-Rücklauf gemessen.

Kann Controme eine drehzahlgeregelte Solarpumpe ansteuern?

Ja, über einen PWM-Ausgang am Universalgateway-PRO. Die Differenzregelung gibt die Pumpe frei, die Drehzahlregelung hält anschließend den Solar-Rücklauf auf einem dynamischen Sollwert (z. B. Puffertemperatur unten plus 5 K).

Wichtig: Die meisten PWM-Solarpumpen arbeiten invertiert (0 % Signal = volle Drehzahl). Vor der Konfiguration gehört deshalb ein manueller Vorab-Test der Pumpe – die Anleitung im Support beschreibt ihn Schritt für Schritt.

Funktioniert das auch mit meiner speziellen Hydraulik?

Für gängige Anwendungen sind fertige Hydraulikschemen hinterlegt, in die nur noch die Parameter eingetragen werden – von der einfachen 1‑Kreis-Solaranlage über zwei Kollektorfelder und Bypassfunktion bis zur Speicherkaskade mit Brenneranforderung. Passt keines davon, entwickeln Sie über eine einfache Syntax eigene Formeln oder ändern die eines nahegelegenen Schemas ab. So lassen sich auch mehrere Wärmeerzeuger, mehrere Verbraucher und Brenneranforderungen abbilden – mit bis zu 15 Ausgängen. Eine Übersicht aller Hydraulikschemen finden Sie hier.

Geht es hier auch um Photovoltaik?

Nein – diese Seite behandelt Solarthermie, also Kollektoren, die Wasser erwärmen. Für Photovoltaik gibt es eigene Themen: die Eigenverbrauchsoptimierung mit der Wärmepumpe und das Energiemanagement. Beides lässt sich mit einer Solarthermieanlage im selben System kombinieren.

Wie starte ich mit der Solarregelung?

Der erste Schritt ist eine Anfrage über unser Projektformular. Beschreiben Sie kurz Ihre Anlage – Kollektorfläche, Speicher, vorhandener Wärmeerzeuger – und unsere Experten planen die passende Konfiguration samt Sensorik kostenlos. Dazu erhalten Sie einen exklusiven Projektrabatt.

Holen Sie mehr aus Ihrer Solaranlage.

Schicken Sie uns Ihr Hydraulikschema oder beschreiben Sie Ihre Anlage: In der kostenlosen Projektberatung planen unsere Experten die passende Regelung samt Sensorik – unverbindlich, konkret und mit exklusivem Projektrabatt.