Rücklauftemperatur
Die Rücklauftemperatur ist die Temperatur des Heizwassers, das nach dem Durchströmen der Heizkreise zum Wärmeerzeuger zurückfließt.
Sie ist damit das Gegenstück zur Vorlauftemperatur. Wie weit beide auseinanderliegen, zeigt, wie viel Wärme das Heizwasser unterwegs abgegeben hat – gemessen am umgewälzten Volumen und der entzogenen Wärmeleistung.
Was versteht man unter der Rücklauftemperatur?
Das Heizwasser verlässt den Wärmeerzeuger mit der Vorlauftemperatur, strömt durch die Heizkreise und gibt dabei Wärme an die Räume ab. Die Temperatur, mit der es beim Zurückfließen zum Wärmeerzeuger gemessen wird, nennt man Rücklauftemperatur. Der Unterschied zwischen Vorlauf- und Rücklauftemperatur wird anhand des umgewälzten Volumens und der entzogenen Wärmeleistung bestimmt.
Faustregel
Die Rücklauftemperatur sollte so niedrig wie möglich sein.
Mischwassertemperatur
Die Rücklauftemperatur setzt sich aus dem Rücklaufwasser der einzelnen Heizkreise und Heizkörper zusammen. Diese zusammengesetzte Rücklauftemperatur wird auch Mischwassertemperatur genannt.
Heizkurve und Kennlinie
Falsch eingestellte Heizkurven und Kennlinien machen eine optimale Regelung so gut wie unmöglich. Mehr dazu im Ratgeber-Beitrag Heizkurve und Heizkennlinie.
Wie kann die Rücklauftemperatur gemessen werden?
Die Rücklauftemperatur wird mit Hilfe von Temperatursensoren gemessen. Um sie möglichst genau zu erfassen, werden die entsprechenden Sensoren direkt an den Rücklaufrohren befestigt.
In der Regel sollen Rücklauftemperatur-Sensoren zusätzlich isoliert werden, damit keine „Fremdmessung“ zwischen den einzelnen Rücklaufrohren stattfindet.
Die Rücklauftemperatur in der Heizungsregelung
Eine Fußbodenheizung reagiert träge: Wird nur die Raumtemperatur ausgewertet, kommt die Information für eine vorausschauende Regelung zu spät. Die Rücklauftemperatur zeigt dagegen deutlich früher, wie viel Wärme ein Heizkreis gerade tatsächlich abgibt.
Controme nutzt sie deshalb als Messgröße der Einzelraumregelung: Rücklauftemperatur-Sensoren werden direkt an den Rücklaufrohren angebracht, mit einem Befestigungsband fixiert und isoliert. Empfohlen wird ein Sensor je Heizkreis. Die Sensoren werden über ein dreiadriges Kabel mit dem Floor-Gateway verbunden. Dort wird anhand der Rücklauftemperatur ermittelt, welcher Raum Heizbedarf hat und welcher nicht – und die Stellantriebe werden entsprechend geöffnet oder geschlossen.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Vorlauf- und Rücklauftemperatur?
Die Vorlauftemperatur ist die Temperatur, mit der das Heizwasser vom Wärmeerzeuger in die Heizkreise geht. Die Rücklauftemperatur ist die Temperatur, mit der es zurückfließt. Der Unterschied zwischen beiden wird anhand des umgewälzten Volumens und der entzogenen Wärmeleistung bestimmt.
Was ist die Mischwassertemperatur?
Die Rücklauftemperatur setzt sich aus dem Rücklaufwasser der einzelnen Heizkreise und Heizkörper zusammen. Diese zusammengesetzte Rücklauftemperatur wird auch Mischwassertemperatur genannt.
Wo wird ein Rücklauftemperatur-Sensor angebracht?
Direkt am Rücklaufrohr. Für eine möglichst genaue Messung wird der Sensor am Rohr befestigt und isoliert, damit keine „Fremdmessung“ zwischen den einzelnen Rücklaufrohren stattfindet.
Wie viele Rücklaufsensoren sind sinnvoll?
Controme empfiehlt einen Rücklauftemperatur-Sensor je Heizkreis. Nur dann lässt sich für jeden Raum einzeln erkennen, ob Heizbedarf besteht. Wie Controme daraus regelt, steht auf der Seite FloorCore™.
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