Intelligente Module 

Die selbstlernende Fußbodenheizungsregelung

Das nächste Level an Regelqualität: Smart-Heat-OS lernt das Heizverhalten jedes einzelnen Raumes – und stellt daraus immer die passende Fußbodentemperatur ein. 

Leistungsfähige KI-Algorithmen analysieren permanent alle Sensor- und Wetterdaten und lernen daraus das genaue Heizverhalten Ihres Fußbodens. Statt starr nach einer pauschal festgelegten Heizkurve zu arbeiten, weiß das System für jeden Raum einzeln, wie weit die Stellantriebe unter welchen Bedingungen geöffnet sein müssen. Das sorgt für einen Regelkomfort, den man täglich spürt. 

Tipp: Projektanfragen erhalten die kostenlose Experten-Planung samt exklusivem Projektrabatt. 

Alle Funktionen im Überblick 
Die Ausgangslage 

Ein Thermostat kann den Fußboden nicht kennen.

In kaum einem anderen Bereich erreichen konventionelle Regelungen ein so mangelhaftes Ergebnis wie bei Fußbodenheizungen. Der Grund liegt in der Physik: Die Wärme steckt im Estrich, gemessen wird aber die Raumluft – und zwar erst, wenn es längst zu spät ist. 

Der Raumfühler reagiert Stunden zu spät

Eine Fußbodenheizung ist von Natur aus extrem träge. Ein Raumsensor an der Wand bemerkt eine Ventiländerung erst nach ein bis zwei Stunden – bis dahin steckt die zu viel eingebrachte Wärme längst im Estrich und wird von dort weiter abgegeben. Konventionelle Raumthermostate berücksichtigen die Rücklauftemperaturen gar nicht und verursachen deshalb hohe Schwankungen der Raumtemperatur. 

Eine pauschale Einstellung passt keinem Raum

Jeder Raum heizt anders: Bodenaufbau, Verlegeabstand, Fensterflächen, Möblierung und Nutzung ergeben in jedem Zimmer ein eigenes thermisches Verhalten. Eine pauschal festgelegte Heizkurve kann das nicht abbilden – sie ist für die einen Räume zu zaghaft und für die anderen zu forsch. Das kostet Wohnqualität und Energie zugleich. 

Die Lösung 

So funktioniert’s

Das KI-Modul analysiert die Verläufe der Raum- und Rücklauftemperaturen und verknüpft sie mit den Wetterdaten für Ihren Standort. Smart-Heat-OS lernt so das genaue Verhalten des Fußbodens in jedem einzelnen Raum und kann die optimale Fußbodentemperatur vorhersehen, statt ihr hinterherzulaufen. 

Aus den gesammelten Daten entsteht ein individueller „Fingerabdruck“ des Raumes – sein spezifischer Wärmebedarf. Damit weiß das System, wie weit die Stellantriebe bei jeder Bedingung geöffnet werden müssen: präzise genug, um Energie zu sparen und gleichzeitig den thermischen Komfort zu erhöhen. 

Gerechnet wird dabei nicht irgendwo in einer Cloud, sondern auf dem Mini-Server in Ihrem Haus. Alle Messwerte und die daraus gelernten Modelle bleiben dort. 

Anleitung: KI-Modul im Support-Center 

Der Fingerabdruck eines Raumes

Diese fünf Größen wertet die KI fortlaufend aus:

Raumtemperatur – die aktuelle Ist-Temperatur im Raum

Außentemperatur – gemessen vor Ort am Gebäude

Online-Wetterdaten – die Vorhersage für die vorausschauende Anpassung

Rücklauftemperatur – die Temperatur des Wassers, das aus dem Heizkreis zurückkommt

Stellantrieb-Öffnung – der Öffnungsgrad der Ventile von 0 bis 100 %

Vier Schritte, die permanent im Hintergrund laufen

Schritt 1

Messwerte sammeln

Die Messwerte aller Sensoren werden zusammen mit den aktuellen Wetterdaten in einer systeminternen Datenbank auf dem Mini-Server gespeichert. Bereits in einem Einfamilienhaus sind das etwa 500.000 Datensätze pro Monat.

Schritt 2

Daten aufbereiten

Die Rohdaten werden mit einem aufwändigen Bewertungssystem zyklisch aufbereitet, kategorisiert und priorisiert. So arbeitet die KI ausschließlich mit Daten, die wirklich etwas über den Raum aussagen. 

Schritt 3

Daten analysieren

Ein intelligentes Programm analysiert die aufbereiteten Daten und lernt die wechselseitigen Beziehungen und Zusammenhänge der einzelnen Merkmale – also wie Raum, Boden, Wetter und Ventilstellung tatsächlich zusammenwirken. 

Schritt 4

Daten übergeben

Die Ergebnisse gehen an den Regelkern FloorCore™. Er kann damit für jeden Raum zu jedem Zeitpunkt die optimale Fußbodentemperatur ermitteln und über die Ventilöffnung einstellen. 

Im laufenden Betrieb 

Die KI lernt weiter – und zeigt, wie weit sie ist.

Für jeden Raum entstehen Berechnungsmodelle, die sich automatisch immer weiter verfeinern und verbessern. Damit dabei nichts Falsches gelernt wird, lernt das System nur unter klar definierten Bedingungen – und macht seinen Fortschritt sichtbar. 

Wann die KI lernt

Damit die KI ausschließlich mit qualitativ hochwertigen Daten arbeitet, sind im System harte Schwellenwerte hinterlegt. Gelernt wird nur, wenn beide Bedingungen erfüllt sind: 

Große Temperaturdifferenz: Der Unterschied zwischen Innen- und Außentemperatur muss mindestens 15 Grad betragen – also zum Beispiel 20 °C innen bei 5 °C oder kälter draußen. 

Aktiver Heizbetrieb: Der Stellantrieb muss im betrachteten Zeitraum mindestens zu 40 % geöffnet sein. 

In der warmen Übergangszeit pausiert der Lernprozess deshalb. Ein Lernfortschritt, der über den Sommer stehen bleibt, ist also kein Fehler, sondern gewollt – mit den ersten kalten Tagen läuft das Lernen automatisch weiter. 

Der Lernbalken je Raum

In der Raumübersicht zeigt ein farbiger Balken die Qualität der KI-Berechnung an. Er kombiniert die Menge der gesammelten Daten mit deren Aussagekraft. 

Ist der Balken noch niedrig, liegen für diesen Raum noch nicht genug aussagekräftige Daten vor – das System nutzt dann vorerst Werte vergleichbarer Räume. Ab etwa 40–50 % ist der Fingerabdruck so detailliert, dass die KI völlig eigenständig und hochpräzise regelt. 

Die vollen 100 % werden in der Praxis nie erreicht: Der Fortschritt wird bewusst immer langsamer, je näher er der Perfektion kommt. 100 % steht für eine theoretische „unendliche Genauigkeit“ und dient nur als Orientierung am Ende der Skala. 

Was das Gelernte im System bewirkt

Der Regelkern FloorCore™

FloorCore™ regelt die Fußbodenheizung über Rücklaufsensoren an jedem Heizkreis. Die KI ist sein lernender Kern: Sie liefert das thermische Bild jedes Raumes, aus dem FloorCore™ die passende Ventilöffnung stufenlos berechnet. 

Mehr zu FloorCore™ 

Hydraulischer Abgleich

Die Lernwerte verfeinern die Kalibrierung des automatischen hydraulischen Abgleichs (AHA). Im laufenden Betrieb versorgt der Regelkern den dynamischen hydraulischen Abgleich (DHA) mit Freigaben, Limits und Prioritäten – freie Reserven gehen dorthin, wo sie gerade gebraucht werden. 

Mehr zum hydraulischen Abgleich 

Vorlauftemperatur

Die gelernten Raumbedarfswerte speisen die bedarfsgerechte Vorlauf-Regelung (BVR). Sie ersetzt die starre Heizkurve und stellt die Vorlauftemperatur immer nur auf das Minimum ein, das der anspruchsvollste Raum gerade braucht – ein großer Effizienzvorteil, besonders für Wärmepumpen. 

Mehr zur Vorlauftemperatur-Regelung 

Ein Blick in die KI-Analyse

So sieht die Arbeit der KI unter der Haube aus – von den Rohdaten eines Raums bis zur Korrelations- und Scanner-Analyse. 

Datenplot eines Beispielraums aus der KI-Analyse der Fußbodenheizung
Bild 1: Datenplot eines Beispielraums
Korrelationsmatrix eines Beispielraums aus der KI-Analyse der Fußbodenheizung
Bild 2: Korrelationsmatrix eines Beispielraums
Scanner-Matrix-Plot eines Beispielraums aus der KI-Analyse der Fußbodenheizung
Bild 3: Scanner-Matrix-Plot eines Beispielraums
Ihr Nutzen 

Was die lernende Regelung im Alltag bringt

Regelqualität, die man spürt: Die Fußbodentemperatur passt zum Raum, statt einer pauschalen Kurve zu folgen. Über- und Unterschwinger der Raumtemperatur werden deutlich kleiner.

Jeder Raum einzeln: Das System lernt für jedes Zimmer sein eigenes thermisches Verhalten – auch für Räume, die sich sonst nie richtig einstellen lassen.

Energie sparen: Präzise Stellantrieböffnungen heißt: nur so viel Wärme in den Boden bringen, wie der Raum wirklich braucht – und die Vorlauftemperatur darf entsprechend niedrig bleiben.

Kein Einstellaufwand: Die KI arbeitet im Hintergrund. Sie müssen keine Kennlinien parametrieren – das Modell entsteht aus den Daten Ihres eigenen Hauses.

Transparent statt Blackbox: Der Lernbalken je Raum zeigt jederzeit, wie sicher die KI für diesen Raum schon ist.

Es sind Ihre Daten: Messwerte und gelernte Modelle bleiben im Haus auf dem autarken Mini-Server – erreichbar von überall, gespeichert bei Ihnen.

Im Hintergrund passiert vieles. Automatisch.

Die KI arbeitet dauerhaft im Hintergrund. Für jeden Raum werden aufwändige Berechnungsmodelle erstellt, die sich automatisch immer weiter verfeinern und verbessern. 

Ein System

Alles greift ineinander

Jede Regelung ist Teil eines Gesamtsystems: Die zentrale Heizungsregelung kennt die Räume, das Wetter und die Nutzungszeiten — und stimmt alle Komponenten aufeinander ab.

Regelung und Wärmeerzeugung

Bedienen und Anbinden

Häufige Fragen

Was genau lernt die KI?

Sie lernt die spezifische Heizcharakteristik jedes einzelnen Raumes – seinen „Fingerabdruck“. Dafür wertet sie fünf Größen fortlaufend aus: Raumtemperatur, Außentemperatur, Online-Wetterdaten, Rücklauftemperatur und den Öffnungsgrad der Stellantriebe. Aus den Zusammenhängen dieser Werte entsteht ein Modell, das sagt, wie weit die Ventile bei welcher Bedingung geöffnet sein müssen.

Warum steht der Lernfortschritt im Sommer still?

Weil dann keine belastbaren Daten entstehen. Gelernt wird nur, wenn der Unterschied zwischen Innen- und Außentemperatur mindestens 15 Grad beträgt und der Stellantrieb im betrachteten Zeitraum mindestens zu 40 % geöffnet ist. In der warmen Übergangszeit pausiert der Lernprozess deshalb bewusst – ein stehender Fortschritt ist kein Fehler. Mit den ersten kalten Tagen lernt das System automatisch weiter.

Woran sehe ich, wie weit die KI für meine Räume ist?

In der Raumübersicht zeigt ein farbiger Balken die Qualität der KI-Berechnung je Raum. Er kombiniert die Menge der gesammelten Daten mit deren Aussagekraft. Ab etwa 40–50 % ist der Fingerabdruck so detailliert, dass die KI für diesen Raum völlig eigenständig und hochpräzise regelt.

Die vollen 100 % werden in der Praxis nie erreicht: Der Fortschritt wird absichtlich immer langsamer, je näher er der Perfektion kommt. 100 % steht für eine theoretische „unendliche Genauigkeit“ und ist nur die Orientierung am Ende der Skala.

Was passiert, solange ein Raum noch wenig gelernte Daten hat?

Geheizt wird selbstverständlich trotzdem – und zwar bereits deutlich besser als mit einem klassischen Thermostat. Solange für einen Raum noch nicht genug aussagekräftige Daten vorliegen, nutzt das System vorerst die Werte vergleichbarer Räume (Interpolation) und ersetzt sie Schritt für Schritt durch die eigenen Messungen dieses Raumes.

Was braucht die KI, um arbeiten zu können?

Die Sensorik einer Controme-Fußbodenheizungsregelung: einen Raumsensor und Rücklaufsensoren an den Heizkreisen, dazu die Außentemperatur und die Wettervorhersage für Ihren Standort aus dem Internet. Gerechnet wird auf dem Mini-Server im Haus – zusätzliche Hardware ist dafür nicht nötig. Welche Ausbaustufe von Smart-Heat-OS für die KI-Funktion freigeschaltet werden muss, klären wir in der Projektberatung.

Wie hängt die KI mit FloorCore™ und dem hydraulischen Abgleich zusammen?

Die KI ist der lernende Kern des Regelkerns FloorCore™. Sie liefert das thermische Bild jedes Raumes: Der automatische hydraulische Abgleich (AHA) wird mit den Lernwerten verfeinert, der dynamische hydraulische Abgleich (DHA) bekommt im Betrieb Freigaben, Limits und Prioritäten, und die bedarfsgerechte Vorlauf-Regelung (BVR) erhält die aktuellen Raumbedarfswerte für die niedrigstmögliche Vorlauftemperatur.

Machen Sie jetzt Ihre Heizung smart!

Wir unterstützen Sie gerne: In der kostenlosen Projektberatung planen unsere Experten das optimale Setup für Ihr Gebäude – unverbindlich, konkret und mit exklusivem Projektrabatt.