Fußbodenheizung mit Kaminofen oder Kachelofen
Der Ofen wärmt den Raum – und die Fußbodenheizung kühlt aus. Controme hält stattdessen Grundwärme im Boden, solange der Ofen brennt.
Wird eine Fußbodenheizung mit einer Zusatzheizung kombiniert – einem Kaminofen, einem Kachelofen oder auch einem Heizkörper –, entstehen unangenehme Nebeneffekte, die die Behaglichkeit und den Wohlfühlkomfort stark einschränken können. Ein speziell für diesen Zweck entwickeltes Modul von Smart-Heat-OS sorgt für Abhilfe und im Umfeld eines Kaminofens für einen konkurrenzlosen Regelkomfort.
Tipp: Projektanfragen erhalten die kostenlose Experten-Planung samt exklusivem Projektrabatt.
Alle Funktionen im ÜberblickZwei Probleme, die jeder Ofenbesitzer kennt.
Ein Kaminofen bringt viel Wärme in kurzer Zeit – und zwar an der Regelung vorbei. Eine konventionelle Einzelraumregelung sieht davon nur eines: Die Raumtemperatur steigt. Ihre einzige Antwort darauf ist, die Fußbodenheizung zuzudrehen.
Problem 1: Der Boden kühlt aus, während der Ofen läuft
Während der Kaminofen seine volle Leistung bringt, erhöht sich die Raumtemperatur. Die Fußbodenheizung wird dann durch eine konventionelle Regelung komplett abgeschaltet. Über die Zeit kühlt der Fußboden dadurch sehr stark aus. Auch wenn die Raumtemperatur durch den Kaminofen warm genug ist, wird durch den kalten Boden die Behaglichkeit im Raum stark eingetrübt.
Problem 2: Nach dem Abbrand bleibt der Raum kalt
Kühlt der Kaminofen im weiteren Verlauf aus, schaltet eine konventionelle Regelung die Fußbodenheizung viel zu spät wieder ein. Es dauert viele Stunden, bis der vollkommen ausgekühlte Fußboden wieder ausreichend Wärme abgibt. Dadurch kühlt der Raum weit unter die Komfort-Raumtemperatur aus.
Das Ärgerliche daran
Kaminöfen werden gerade deshalb installiert, um die Behaglichkeit zu verbessern. Und ausgerechnet dort ergibt sich das Problem, dass der Fußboden jedes Mal komplett auskühlt, wenn der Kaminofen eingeheizt wird.
Grundwärme im Boden – genau dann, wenn der Ofen brennt
Controme bietet für diese beiden Probleme ein eigens dafür entwickeltes Funktionsmodul. Im betroffenen Raum wird ein zweiter Temperatursensor in der Nähe der Zusatzheizung installiert – zum Beispiel am Kachelofen. Erkennt Smart-Heat-OS daran, dass die Zusatzheizung aktiv ist, wird automatisch etwas Grundwärme im Fußboden gehalten.
Das sorgt für deutlich mehr Wohlfühlkomfort bei eingeheiztem Kaminofen. Nach dem Abkühlen des Kaminofens kann der Fußboden zudem deutlich schneller wieder Wärme abgeben – der Raum fällt gar nicht erst unter die Komforttemperatur.
Wie warm der Boden dabei gehalten wird, richtet sich nach der Außentemperatur: Es geht nicht um volle Heizleistung, sondern um genau so viel Grundwärme, dass der Boden die Versorgung nahtlos übernehmen kann, sobald der Ofen nicht mehr heizt.
Umfangreiche Dokumentation im Support-CenterEin zweiter Sensor am Ofen
Die Funktion braucht einen eigenen Temperatursensor in der Nähe der Zusatzheizung. Gut geeignet ist ein energieautarker Funk-Temperatursensor: Er lässt sich vollkommen frei positionieren und ist wartungsfrei.
Erkennen statt raten
Smart-Heat-OS vergleicht Raumsensor und Ofensensor. Überschreitet der Unterschied die eingestellte Differenztemperatur für die Aktivierung, greift die Regelungsanpassung. Sie bleibt aktiv, bis die Differenztemperatur für die Deaktivierung unterschritten wird – der Ofen also wirklich abgebrannt ist.
Auskühlschutz statt Abschaltung
Ist die Anpassung aktiv, kontrolliert Smart-Heat-OS zyklisch die Fußbodentemperatur und wärmt den Boden bei Bedarf etwas vor. Statt den Heizkreis stundenlang zuzuhalten, bleibt Wärme im Estrich.
Warum das gerade bei Fußbodenheizungen zählt
Ein Estrich reagiert nicht in Minuten, sondern in Stunden. Ist er einmal vollständig ausgekühlt, hilft auch das schnellste Nachregeln nichts mehr – die Wärme braucht schlicht ihre Zeit, bis sie im Raum ankommt. Die entscheidende Frage ist deshalb nicht, wie schnell eine Regelung nachsteuert, sondern ob der Boden überhaupt erst auskühlt.
Die Kaminofen-Funktion ist kein Einzelstück.
Sie ergänzt den Regelkern, der Ihre Fußbodenheizung ohnehin führt – und liefert ihm die eine Information, die er selbst nicht messen kann: dass gerade eine zweite Wärmequelle im Raum arbeitet.
FloorCore™ regelt den Boden – die Kaminofen-Funktion gibt das Signal
FloorCore™, unser Regelkern für Fußbodenheizungen, misst nicht nur die Raumluft, sondern über Rücklaufsensoren auch die Temperatur der Heizfläche selbst. Über das Modul Heizflächenoptimierung führt FloorCore™ dabei eine außentemperaturabhängige Zieltemperatur für den Boden – je kälter es draußen ist, desto wärmer muss der Estrich sein.
Die Kaminofen-Funktion steuert dazu die fehlende Information bei: Sie erkennt, dass eine Zusatzwärmequelle im Raum arbeitet, und aktiviert den Auskühlschutz. So bleibt die Mindesttemperatur im Boden genau dann erhalten, wenn der Ofen die Raumluft nach oben zieht – und die Regelung sonst abschalten würde.
Das Ergebnis
Im Umfeld eines Kaminofens erreicht Controme einen konkurrenzlosen Regelkomfort und ein Wohlfühl-Raumklima, das seinesgleichen sucht: warmer Boden bei brennendem Ofen – und kein Komforteinbruch, wenn er ausgeht.
Mehrere Räume, mehrere Öfen
Das Modul ist bewusst flexibel angelegt: Auch mehrere unabhängige Räume mit Kaminöfen in einem Gebäude lassen sich parametrieren. Jede Regelungsanpassung wird separat angelegt und arbeitet für sich.
Nicht nur Kaminöfen
Als Zusatzheizung zählt jede Wärmequelle, die den Raum unabhängig von der Fußbodenheizung aufheizt: Kaminofen, Kachelofen – oder auch ein Heizkörper im selben Raum. Das Modul heißt deshalb „Kaminofen / zusätzliche Wärmequelle“.
Sensoren im ÜberblickSichtbar in der Raumseite
Sobald eine Regelungsanpassung eingerichtet ist, zeigt die Raumseite das Segment „Kaminofen Regelungsanpassung“ – mit der konfigurierten Differenztemperatur und dem Hinweis, ob die Anpassung gerade aktiv ist.
Mehr zur Web- und Mobile-AppWas die Kaminofen-Funktion im Alltag bringt
Warmer Boden trotz Kaminbetrieb: Der Fußboden bleibt fußwarm, während der Ofen läuft – genau das, wofür der Ofen eigentlich angeschafft wurde.
Kein Einbruch nach dem Abbrand: Der Boden gibt sofort wieder Wärme ab, statt erst stundenlang aufgeheizt werden zu müssen. Der Raum sackt nicht unter die Komforttemperatur.
Kein Gegeneinander von Ofen und Regelung: Die Regelung weiß, woher die Wärme kommt, und reagiert bewusst darauf – statt blind abzuschalten.
Für jede Zusatzwärme: Kachelofen, Kamin oder ein Heizkörper im selben Raum – das Prinzip bleibt dasselbe.
Ein Sensor genügt: Mehr Hardware als den zusätzlichen Temperatursensor am Ofen braucht die Funktion nicht – den Rest erledigt die Software.
Fein einstellbar: Über die beiden Differenztemperaturen für Aktivierung und Deaktivierung lässt sich das Verhalten an Ofen, Raum und Heizgewohnheiten anpassen.
Worum es am Ende geht
Ein Kaminofen soll die Behaglichkeit erhöhen. Mit der Kaminofen-Funktion tut er das auch – ohne dass der Fußboden dafür stundenlang kalt wird.
Alles greift ineinander
Jede Funktion ist Teil eines Gesamtsystems: Controme kennt die Räume, das Wetter und die Nutzungszeiten – und stimmt alle Komponenten aufeinander ab.
Regelung und Wärmeerzeugung
Bedienen und Anbinden
Häufige Fragen
Warum schaltet eine konventionelle Regelung die Fußbodenheizung bei Kaminbetrieb komplett ab?
Weil sie nur eine einzige Messgröße kennt: die Raumtemperatur. Steigt die durch den Ofen über den Sollwert, schließt das Ventil – unabhängig davon, woher die Wärme kommt. Der Estrich kühlt in dieser Zeit vollständig aus, und nach dem Abbrand dauert es viele Stunden, bis er wieder ausreichend Wärme abgibt.
Brauche ich für die Kaminofen-Funktion zusätzliche Hardware?
Nur einen zusätzlichen Temperatursensor im betroffenen Raum, der in der Nähe der Zusatzheizung sitzt. Gut geeignet ist ein energieautarker Funk-Temperatursensor: Er lässt sich vollkommen frei positionieren und ist wartungsfrei. Alles Weitere erledigt Smart-Heat-OS in Software.
Wo wird der zweite Sensor angebracht?
In der Nähe der Zusatzheizung – zum Beispiel am Kachelofen. Wichtig ist nur, dass er den Temperaturanstieg des Ofens deutlich früher und deutlicher sieht als der Raumtemperatursensor: Aus genau diesem Unterschied erkennt das System, dass der Ofen brennt. Die konkrete Position stimmen wir in der kostenlosen Projektberatung mit Ihnen ab.
Wie erkennt das System, dass der Ofen wieder aus ist?
Über zwei Schwellen. Die Regelungsanpassung wird aktiv, sobald der Temperaturunterschied zwischen Raumsensor und Ofensensor die eingestellte Differenztemperatur für die Aktivierung überschreitet. Sie bleibt aktiv, bis die Differenztemperatur für die Deaktivierung unterschritten wird – der Ofen also abgebrannt und abgekühlt ist. Beide Werte sind einstellbar; in der Raumseite ist jederzeit sichtbar, ob die Anpassung gerade greift.
Funktioniert das auch bei mehreren Räumen – oder bei einem Heizkörper als Zusatzheizung?
Ja, beides. Das Modul wurde bewusst flexibel konzipiert: Auch mehrere unabhängige Räume mit Kaminöfen in einem Gebäude lassen sich parametrieren, jede Regelungsanpassung wird separat angelegt. Und als Zusatzheizung zählt jede Wärmequelle, die den Raum unabhängig von der Fußbodenheizung aufheizt – Kaminofen, Kachelofen oder auch ein Heizkörper im selben Raum.
Was hat FloorCore™ damit zu tun?
FloorCore™ ist der Regelkern für Fußbodenheizungen: Er misst über Rücklaufsensoren die Temperatur der Heizfläche selbst und hält den Boden auf einer außentemperaturabhängigen Zieltemperatur. Die Kaminofen-Funktion liefert dazu die Information, die aus dem Boden allein nicht ablesbar ist – nämlich dass eine zweite Wärmequelle im Raum arbeitet – und aktiviert den Auskühlschutz. Mehr dazu auf der Seite FloorCore™ Einzelraumregelung.
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