Automatische Fenster-offen-Erkennung
Fenster auf. Heizung aus.
Wenn man das Fenster öffnet, heizt die Raumheizung normalerweise sinnlos weiter und läuft auf Hochtouren. Das kann auf die Dauer ganz schön teuer werden. Smart-Heat-OS erkennt am steilen Temperaturabfall, wenn ein Fenster offen steht, und schaltet die Heizung in diesem Raum ab – ganz ohne zusätzlichen Sensor. So heizen Sie nicht zum Fenster raus.
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Alle Funktionen im ÜberblickGelüftet wird jeden Tag – die Heizung merkt nichts davon.
Ein Raumthermostat kennt nur einen Auftrag: Ist die gemessene Temperatur unter dem Sollwert, wird geheizt. Warum sie gerade fällt, ist ihm egal – und genau deshalb arbeitet die Heizung beim Lüften gegen das offene Fenster an.
Die Regelung heizt gegen das offene Fenster
Sobald das Fenster auf ist, sinkt die Raumtemperatur sehr abrupt. Ein gewöhnlicher Regler sieht nur den Abfall unter den Sollwert und fährt die Heizung im Raum auf Hochtouren – die Wärme geht direkt nach draußen.
Auf Dauer ganz schön teuer
Einmal ist es kaum messbar – aber gelüftet wird in jedem Raum, jeden Tag, den ganzen Winter über. Was dabei zusammenkommt, ist Wärme, die erzeugt, bezahlt und sofort wieder weggelüftet wird.
Erkennung ohne zusätzlichen Sensor.
Sobald ein Fenster geöffnet wird, sinkt die Raumtemperatur üblicherweise sehr abrupt. Smart-Heat-OS überwacht die Steilheit dieses Temperaturabfalls. Ab einer einstellbaren Schwelle wird die Fenster-offen-Erkennung aktiviert und die Heizung im betroffenen Raum abgeschaltet. Sie wird erst dann wieder freigegeben, wenn die Temperatur wieder anfängt zu steigen – das Fenster also geschlossen wurde.
1. Temperaturverlauf statt Fensterkontakt
Ausgewertet wird der Verlauf des Raumsensors, den der Raum ohnehin hat. Es braucht keinen zusätzlichen Sensor, keinen Fensterkontakt und keine Batterie am Fenster.
2. Zwei Schwellen, die Sie bestimmen
Auf der Konfigurationsseite des Moduls stellen Sie den notwendigen Temperaturabfall innerhalb von 10 Minuten ein – und den Temperaturanstieg, ab dem die Erkennung wieder aufgehoben wird.
3. Der Raum wird stillgelegt
Schlägt die Erkennung an, setzt das Modul einen Offset von −10 K auf die Zieltemperatur des Raumes. Ergebnis: In diesem Raum wird nicht weiter geheizt – alle anderen Räume laufen normal weiter.
Der Ablauf beim Lüften
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1
Fenster auf. Die Raumtemperatur fällt steil – deutlich schneller als beim normalen Auskühlen.
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2
Schwelle überschritten. Ist der Abfall innerhalb von 10 Minuten größer als der eingestellte Wert, wird die Fenster-offen-Erkennung für diesen Raum aktiv.
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3
Heizung aus. Die Zieltemperatur des Raumes wird per Offset um 10 K abgesenkt – es wird keine weitere Wärme mehr in den Raum geschickt.
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4
Fenster zu. Steigt die Temperatur vom tiefsten gemessenen Wert aus wieder um den eingestellten Betrag, fällt der Offset weg und der Raum heizt normal weiter.
In zwei Klicks aktiviert
Das Modul wird unter Konfiguration → Module eingeschaltet und arbeitet danach mit den Standardwerten. Feinjustieren können Sie jederzeit – über die beiden Schieberegler auf der Modulseite.
Raum-Auswahl
Sie entscheiden, für welche Räume die Erkennung gelten soll. Räume, in denen ein steiler Temperaturabfall andere Ursachen haben kann, lassen Sie einfach außen vor.
Was die Erkennung leistet – und was sie nicht kann.
Die Fenster-offen-Erkennung wertet einen Temperaturverlauf aus. Damit sie greift, muss die Temperatur wirklich steil abfallen. Und bei einer Fußbodenheizung wirkt jede Abschaltung erst mit Verzögerung. Beides sollten Sie kennen, bevor Sie das Modul einschalten.
Fußbodenheizung: die Trägheit bleibt
Eine Fußbodenheizung ist von Natur aus träge. Die Erkennung stoppt die weitere Wärmezufuhr in den Raum – die Wärme, die bereits im Estrich steckt, gibt der Boden aber weiter ab. Der Raum wird beim Lüften also nicht schlagartig kalt, und die Ersparnis entsteht nicht in der ersten Minute, sondern dadurch, dass während und nach dem Lüften nicht weiter nachgeheizt wird.
Umgekehrt heißt das: Je länger das Fenster offen steht und je kälter es draußen ist, desto mehr bringt die Funktion. Beim kurzen Stoßlüften ist der Effekt naturgemäß klein – dafür ist bei einer Fußbodenheizung auch wenig zu verlieren.
Sinkt die Temperatur nur langsam, greift die Erkennung nicht. Ein gekipptes Fenster an einem milden Tag erzeugt keinen steilen Abfall – dann bleibt die Regelung im Normalbetrieb. Wer auch solche Fälle sicher erfassen will, arbeitet mit echten Fensterkontakten.
Sicher statt geschätzt: echte Fensterkontakte
Mit dem Modul Kontaktabsenkung und batterielosen Funk-Fensterkontakten wird nicht mehr geschätzt, sondern gemessen: Der Kontakt meldet, ob das Fenster offen ist. Den Offset für den offenen Zustand stellen Sie je Raum selbst ein.
Anleitung: KontaktabsenkungBatterielos am Fenster
Die Funk-Fensterkontakte beziehen ihre Energie aus dem Licht und funken über den Funk-Stick am Mini-Server. Kein Kabel zum Fenster, kein Batteriewechsel-Ritual im ganzen Haus.
Auch für Anwesenheit
Das Modul Kontaktabsenkung wertet ebenso Präsenzsensoren aus: Sie hinterlegen je Raum einen eigenen Offset für „Fenster offen“ und für „niemand im Raum“.
Beides ist möglich
Die Temperatur-Erkennung kostet nichts extra und deckt das ganze Haus ab. Fensterkontakte lohnen sich dort, wo besonders viel oder besonders lange gelüftet wird – Sie müssen also nicht das ganze Haus ausrüsten.
Was das im Alltag bringt
Sie heizen nicht zum Fenster raus: Beim Lüften wird die Heizung im betroffenen Raum abgeschaltet, statt gegen die einströmende Kaltluft anzuarbeiten.
Ohne zusätzliche Hardware: Es genügt der Raumsensor, den der Raum ohnehin hat. Kein Fensterkontakt, keine Verkabelung, keine Batterien am Fenster.
Niemand muss daran denken: Die Abschaltung und die Wiederfreigabe laufen automatisch. Ein vergessener Knopf am Thermostat kostet Sie nichts mehr.
Raumgenau statt pauschal: Nur der gelüftete Raum wird stillgelegt. Der Rest des Hauses heizt unbeeindruckt weiter.
Sie behalten die Kontrolle: Empfindlichkeit, Wiederfreigabe und die Auswahl der Räume legen Sie selbst fest – und sehen im Raum, ob die Erkennung gerade aktiv ist.
Ausbaufähig: Wo es genauer sein soll, ergänzen Sie batterielose Funk-Fensterkontakte und das Modul Kontaktabsenkung – raumweise, nicht als Alles-oder-nichts.
Alles greift ineinander
Jede Regelung ist Teil eines Gesamtsystems: Die zentrale Heizungsregelung kennt die Räume, das Wetter und die Nutzungszeiten — und stimmt alle Komponenten aufeinander ab.
Regelung und Wärmeerzeugung
Bedienen und Anbinden
Häufige Fragen
Brauche ich dafür Fensterkontakte oder zusätzliche Sensoren?
Nein. Die Fenster-offen-Erkennung wertet den Temperaturverlauf des Raumsensors aus, den der Raum ohnehin besitzt – ohne zusätzlichen Sensor am Fenster. Wer die Erkennung nicht über den Temperaturverlauf, sondern über echte Kontakte fahren möchte, kombiniert das Modul Kontaktabsenkung mit batterielosen Funk-Fensterkontakten am Funk-Stick des Mini-Servers.
Woran erkennt das System, dass das Fenster wieder zu ist?
Am wieder steigenden Temperaturverlauf. Smart-Heat-OS merkt sich den tiefsten gemessenen Wert; steigt die Raumtemperatur von dort aus wieder um den eingestellten Betrag an, wird die Absenkung aufgehoben und der Raum heizt normal weiter.
Was kann ich einstellen – und gilt das für alle Räume?
Aktiviert wird das Modul unter Konfiguration → Module. Auf seiner Konfigurationsseite stellen Sie zwei Werte ein: den notwendigen Temperaturabfall innerhalb von 10 Minuten, ab dem die Erkennung anspringt, und den notwendigen Temperaturanstieg, ab dem sie wieder aufgehoben wird. Dazu wählen Sie aus, für welche Räume die Erkennung gelten soll.
Funktioniert das auch bei einer trägen Fußbodenheizung?
Die Erkennung selbst funktioniert, denn beim Öffnen des Fensters fällt die Raumluft-Temperatur auch dort schnell. Die Wirkung setzt aber verzögert ein: Die Erkennung stoppt die weitere Wärmezufuhr, während die im Estrich gespeicherte Wärme noch eine Weile abgegeben wird. Der Gewinn liegt also darin, dass während und nach dem Lüften nicht weiter nachgeheizt wird – je länger das Fenster offen steht, desto deutlicher.
Wer bei einer Fußbodenheizung jedes offene Fenster sicher erfassen will, arbeitet mit Fensterkontakten und dem Modul Kontaktabsenkung.
Erkennt das System auch ein dauerhaft gekipptes Fenster?
Nur, wenn dabei ein steiler Temperaturabfall entsteht – also typischerweise bei kalter Witterung. Sinkt die Temperatur langsam, etwa an einem milden Tag, wird die eingestellte Schwelle nicht erreicht und die Regelung bleibt im Normalbetrieb. Das ist die Kehrseite davon, dass keine zusätzliche Hardware nötig ist. Wer die Schwelle empfindlicher stellt, erfasst mehr Fälle – riskiert aber, dass die Erkennung auch bei anderen Ursachen anspringt. Sicher ist an dieser Stelle nur ein echter Fensterkontakt.
Was passiert dabei mit meiner Wunschtemperatur?
Ihre eingestellte Solltemperatur bleibt unangetastet. Das Modul legt lediglich einen Offset von −10 K darüber, solange es ein offenes Fenster annimmt – in diesem Raum wird dadurch nicht weiter geheizt. Fällt der Offset weg, gilt sofort wieder Ihre ursprüngliche Wunschtemperatur. Alle anderen Räume sind davon zu keinem Zeitpunkt betroffen.
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